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Spot für bessere Arbeitsbedingungen im Film online
22. Mai 2010Projektpräsentation “Was ich alles kann” an der Schule am Mummelsoll
10. Mai 2010Unter dem Arbeitstitel:“ Was ich alles kann“ wurde mit 3 Grundschulklassen der Schule am Mummelsoll ein eigenes Theaterstück erarbeitet. Am Anfang stand die Beschäftigung mit sich selbst, wer bin ich, was mag ich (nicht) oder wünsche ich mir. Hier sind großformatige Porträts der Kinder gemalt und gezeichnet worden, die mit Collagetechniken angereichert wurden. Der zweite Teil „Ich kann“ wurde mit einem Parcours begonnen, wo Verschiedenes ausprobiert werden konnte, Rennen, Balancieren, Hören, Fußball spielen, Schleifen binden, mit Bausteinen bauen oder auch Fotografieren. Die SchülerInnen haben sich selbst zugeordnet, einige dieser Fähigkeiten wurden in der Folge pantomimisch erarbeitet oder wurde frei praktiziert, z.B. haben die SchülerInnen abwechselnd die Fotokamera mit einer Aufgabe bekommen. Dieser Teil wurde mit einer Schatzkiste visualisiert; was wir können, sind unsere Schätze. Mit den 2 jüngeren Klassen wurde aus „Ich“ und „Ich kann“ ein Lied erarbeitet. Im dritten Teil wurden Figuren entwickelt, die sich die Kinder wünschten oder die sich aus einer bestimmten Fähigkeit ergaben. Die Figuren wurden auf der Rückseite des Porträts mit verschiedenen Materialien, schon aus der Fläche herausgehend, entworfen und anschließend mit den Kindern gestaltet. Für die Figuren, ihre Fähigkeiten und auch, was die Kinder sonst noch einbrachten, wurde eine Geschichte geschrieben und inszeniert:
Die Geschichte vom Jungen, der gut Fußball spielen
konnte, seinen Ball verlor und dafür eine Schatzkiste fand Diesen Beitrag weiterlesen »
Warum ich Kunstprojekte mit Kindern an Förderschulen mache
21. April 2010Heute traf ich im Flur der schule einen kleinen Knirps, der noch Überreste eines blauen Auges aufwies. Ich fragte ihn erschrocken, sag mal, was ist denn los? Er schaute mich an und meinte, ich bin sauer. Als ich ihn fragte warum, sagte er, weil er Zähne putzen müsse. Nach einem kleinen Exkurs zum Thema Zähneputzen, lenkte er ein (na gut). Ich habe mich nicht nach dem Auge zu fragen getraut. Eines kriegt man jedenfalls mit, das Leben ist kein Zuckerschlecken für Kinder. Als Schwächste der Gesellschaft sind sie Allem ausgesetzt. Gewalt, Armut (ob das zusammenhängt?!) nehmen zu. Besonders Kinder sind betroffen. Keine ausreichende und gesunde Ernährung, kein Geld für Freizeit, Bildung, Kultur, Sport. Das ist himmelschreiend. Die Kinder müssen es hinnehmen, ertragen es. Es ist Kinderalltag. Dieser Missbrauch wird nicht thematisiert. Wenn ich die kleinen Wesen sehe, dann hoffe ich, dass sie in meinen Projekten für eine kleine Weile Spaß haben, sich ausprobieren können. Die Kinder leben im Moment und es ist schön ihnen dabei zu zuschauen. Und ich bin gerne mit ihnen zusammen und entdecke mit ihnen die Welt neu. Ich finde, wir müssten viel mehr für Kinder tun, für ihre Bildung und ihre Umwelt. Für mich besteht ein Teil meiner künstlerischen Arbeit darin, Aspekte der Kunst weiterzugeben (wie auch, sich politisch für eine Alternative zu engagieren). Für mich ist Kunst etwas sehr lebenspraktisches und lebensnotwendiges. Diesen Beitrag weiterlesen »
„In freier Wildbahn.“
18. April 2010Performance und Installation zum Thema Tiere und Natur an der Wiesengrund-Schule, Förderschule, gefördert vom Kunstamt Reinickendorf im Rahmen des Berliner Projektfonds kulturelle Bildung.
Die Wiesengrund-Schule wird von Schüler/innen besucht, die unterschiedliche psychosoziale Störungen und Erkrankungen aufweisen. Im Projekt geht es darum, über die Betrachtung von Tieren, sich mit „Natur“ auseinanderzusetzen. Die magische Natur und Naturbeherrschung begleiten die menschliche Geschichte schon seit Urzeiten, nicht zuletzt erscheinen „Großstadt“ und „Dschungel“ manchmal als Synonyme. „Natur“ und „Zivilisation“ sind ein miteinander verbundenes Begriffspaar und ein zentraler Diskussionsgegenstand in der Philosophie und Kulturkritik (z. B. Siegmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur (Aggression, Triebunterdrückung); Claude Lévi-Strauss, „Traurige Tropen“ und „Das wilde Denken“ (im Vergleich mit nicht-europäischen Völkern)). In den letzten Jahrzehnten ist die durch den Menschen bedrohte Natur zunehmend ins Bewusstsein gerückt und das „Umwelt-Bewusstsein“ ein wichtiger Aspekt des menschlichen Handelns. Das Spannungsverhältnis Natur und Kultur bietet sich an, um mit Kindern, die besonders mit gesellschaftlichen Problemen und Fragestellungen konfrontiert sind, eine Auseinandersetzung hierüber zu ermöglichen und helfen, im besten Fall für sich einen Lösungsansatz (im Sinne von Auflösen) zu finden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Premiere “Wir sind mehr wert” für bessere Arbeitsbedingungen im Film
17. Februar 2010vor dem Cubix am Alex anlässlich des Streiks der Kinobeschäftigten im Cubix. Die streiken nämlich an diesem Abend um einen Haustarifvertrag, deren Verhandlung der Arbeitgeber bisher verweigert.
“Mir reichts.” “Ich weiss gar nicht, warum ich noch arbeite.” “Ich bin mehr wert”,
sagen die Schauspielerin, die Drehbuchautorin, der Tonmann und der Filmvorführer in den Clips. Sätze, die viele sagen würden, auch in anderen Branchen.
Warum arbeiten wir noch?
Das frage ich mich immer öfter. Denn immer öfter sind die Arbeitsbedingungen unzumutbar: vielerorts ohne Mindestlohn, mit sehr niedrigen Honoraren in Kunst, Kultur und Medien, ohne soziale Standards, d.h. ohne wirkliche Ansprüche in der Arbeitslosenversicherung aufbauen zu können, mit Aussicht auf Niedrigstrenten, auch die Vergütungen aus dem Urheberrecht werden deutlich weniger, u. A. weil Produzenten das eigentlich urheberrechtliche fragliche Buyout anwenden und der Verband der Gerätehersteller, die Bitkom, sich weigert allgemeingültige Vergütungsregeln aufzustellen und um Zeit zu schinden, was sich bei den Millionenbeträgen auf jeden Fall rechnet, für jeden Gerätetyp extra verhandelt. Arbeit findet immer mehr in rechtsfreien Räumen statt. Arbeit ist ein Risikofaktor geworden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Was ich alles kann (AT)
30. Januar 2010Hurra, mein nächstes Projekt kann starten. Die Förderer: Schule am Mummelsoll, Fonds Kulturelle Bildung, Franz-Neumann-Stiftung, Theresia-Zander-Stiftung.
In dem Projekt geht es darum, Kindern einen Zugang zum Theaterspiel zu ermöglichen, der ihnen nicht zur Verfügung steht, weil er z.B. durch eine körperliche/ geistige Einschränkung oder aufgrund von gesellschaftlichen Strukturen behindert wird. Mit dem Projekt wollen wir im Sinne der UN-Behindertenkonvention die Emanzipation der Kinder zum Thema machen, sie in ihrem Selbstbewusstsein bestärken und ermutigen, ihre individuellen Fähigkeiten, Fantasie und die Vielfältigkeit von Ausdruck (z.B. Gebärden, Gesten, Rhythmik, Geräusche) zu entdecken und umzusetzen. Mittels bildnerischer Gestaltung, Pantomime und Kinderspielen soll das eigene Selbstverständnis, das „Begreifen“ der Welt sowie das Bewegungsspektrum und den Handlungsradius erweitert, sowie die kreativen, körperlichen und geistigen Fähigkeiten ausgebaut werden. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist es, aus der Beobachtung heraus, die Ideen der Kinder aufzugreifen weiterzuentwickeln, um dann gemeinsam eine Geschichte zu erfinden. Unser künstlerischer Ansatz besteht darin, in der Reduktion der Dinge eine besondere Kraft zu sehen, und die Kinder als künstlerisch Tätige zu begreifen und ihre eigenen Geschichten erzählen zu lassen. Mit unserem vielfältigen künstlerischen Mitteln, unserer künstlerischen Energie, körperlicher und kreativer Art motivieren wir die Kinder sich im Spiel auszuprobieren (Selbstbewegung ist der Grundcharakter des Lebendigen, Aristoteles).
Ich freue mich auf die Kinder!
Wir sind mehr Wert- Spot des Filmverbands
25. Januar 2010
Nein, kein Setfoto (Caro Müller) von “Tanz der Vampire reloaded”, sondern von “Wir sind mehr Wert”, aktuell abgedreht. Für mich ist immer wieder erstaunlich, wie Maske (Ulla Röling) und Kostüm (Petra Neumeister, Petra Fassbender) und Maske verändern. Ich sehe in den Spiegel und fühle mich fremd, die Andere muss erst belebt werden, wie ein Puppenspieler beginnt, die Fäden zu ziehen. Später mehr.
abseits vom notorischen schwachsinn des mainstream
27. November 2009empfiehlt sich der prolog 5, ein wirklich schönes heft zum thema arbeit, im selbstverlag von anton schwarzbach herausgegeben. wow wieder samisdat denke ich, wir machen einfach weiter. uwe kolbe ist auch dabei. ich freue mich mich, dass ich unter so vielen guten beiträgen von text und zeichnung mit einem gedankengedicht vertreten bin.
der prolog erscheint halbjährlich und ist in buchläden zu finden, wo auch unabhängige von kunstschaffenden editierte publikationen erhältlich sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
Auszüge Rezension Poesiekonzert: 20 Jahre zurückgeschaut – Mit Rockmusik und Texten
22. November 2009Zum Motto “Die fortschreitende Begradigung des Flusses” erlebten die Besucher am Sonnabend ein beeindruckenden Rückblick auf den DDR-Staat…Im Festsaal stand ein Podium für die Sprecherin Malah Helman aus Berlin, für den Schauspieler Ralph Hensel vom Bautzener Theater und Thomas Gust, Musiker und DJ, geboren in Bautzen, arbeitend in Berlin… An den Seiten lenkte eine Diawand mit Blick auf das Bautzener Thälmann-Denkmal (abgerissen) und gegenüber eine Bananenkistenwand die Blicke auf sich. Eine Mauer gar? Novemberblues keinesfalls, wie sich herausstellen wird… Lyrik, Musik und Zeitzeugenprotokolle von 1989 wollen Sehnsucht nach Veränderung, nach einer besseren Gesellschaft spiegeln… Eine Collage der Zeit vor der Wende wird auf den Besucher wirken. Stark verdichtet, herausfordernd scharf, dabei nachhaltig im Duktus. Diesen Beitrag weiterlesen »
07.11. in Bautzen: Poesiekonzert- Die fortschreitende Begradigung des Flusses
24. September 200920 Jahre nach dem Mauerfall zeigt das 21. Bautzener Poesiekonzert im Rahmen der Reihe “20 Jahre Friedliche Revolution” am 07.11. Lyrik der DDR und Auszüge aus den Protokollen von Zeitzeugen während des Mauerfalls. Original Songs aus 40 Jahren DDR Musik und Projektionen von Fotos aus der Zeit begleiten diese.
Das Poesiekonzert nähert sich auf verschiedenen Ebenen der Sehnsucht nach Veränderung, nach einer anderen, besseren und freieren Gesellschaft. Die ausgewählten Gedichte spiegeln diese Stimmung und zeigen die Zweifel am gesellschaftlichen Zustand. Der Schwerpunkt der Musik liegt auf dem lyrischen Potential des Rock. Die Songs von Gruppen wie Renft, Hansi Biebl-Blues-Band, electra oder Bayon mit ihrem kritisch-utopischen Ansatz oder ihren melancholischen Texten über alltägliche Momente, ergänzen die Gedichte auf musikalischer Ebene. Text und Musik ergeben eine Gedanken- und Klangwelt, eine Collage der Zeit vor der Wende. Dazwischen, realistisch und dokumentarisch, die Texte aus Zeitzeugenprotokollen von 1989.


