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Archiv für die Kategorie „Kunst Politik und Aktion“

19. 09. Podiumsdiskussion „Wie viel kommunale Kultur wollen / können / müssen wir uns leisten?“

Donnerstag, 17. September 2009

Berliner Politiker diskutieren mit Künstlern und dem Publikum über die Kultursituation in unserer Stadt. Moderation: Petra Schwarz

Gäste: Dr. Michail Nelken (Kulturstadtrat Pankow, Linke), Alice Ströver (MdA, Bündnis90/ Grüne), Stefan Liebich (MdA, Linke), Björn Böhning (angefragt, SPD), Anneliese Schäfer-Junker (FDP, Bezirksvorstand Pankow), Claudia Steinke (CDU), Bettina Wegner (Liedermacherin), Walfriede Schmitt (Schauspielerin), Prof. Susanne Binas- Preisendörfer (Musik- und Kulturwissenschaftlerin), Ralf R. Ollertz (Halle Tanzbühne Berlin), Malah Helman (Performancekünstlerin, Aktivistin), Wolfgang Leber (Maler).

Berlin wirbt mit Kultur, sieht seine Potentiale in Kultur, Bildung und Wissenschaft und schneidet mit haushalterischen Begründungen der kreativen Basis das Wasser ab. So werden die Mittel für die freie Szene de facto verknappt und gehen am eigentlichen Bedarf vorbei. Besonders auf der Bezirksebene sind Streichungen (Etats, Stellen, Einrichtungen) an der Tagesordnung. Berliner Künstler_innen sind daher mit einer verschärften Fördersituation konfrontiert.

Meine Fragen an die anwesenden Politiker_innen? Gibt es für ein nachhaltiges Zukunftsrezept? Oder bleibt es bei einer Kampagnenstrategie („be Berlin“)? Wie können Förderungen vielfältiger, die Verteilung gerechter, die Mittel mehr werden? Wie kann die Arbeitssituation der Künstler_innen verbessert werden (Berücksichtigung allgemein geltender Sozialstandards, wie Mindestlohn, Arbeitslosenversicherung, etc.)?

In Leipzig erstritt die Freie Szene eine Aufstockung des Etats um 5 % bis 2013. Wie schaffen wir das in Berlin? (weiterlesen…)

„KUNST KOSTET- ABER SIE ZAHLT SICH AUS“

Donnerstag, 23. April 2009

Auswertung der Kommentare der  Studie zur “Wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater- und Tanzschaffenden„ des Fonds Darstellende Künste, 2009

„Folgendes Zukunftsszenario weiterdenken: Was wäre, wenn all die kreativen Selbstausbeuter der freien Musik, Theater und Tanzszene schlagartig aufhören würden, (…) zu arbeiten und zu produzieren? Was bliebe übrig, wenn sich die deutsche Kultur ausschließlich über die ‘Hochkultur’ definieren würde?“*

Knapp 2500 von 4100 Teilnehmern der Studie nutzen die die Gelegenheit, sich mit Kommentaren persönlich zur Frage: „Welches Thema der Theater- und Tanzschaffenden sollte nach Ihrer Auffassung unbedingt auf die kulturpolitische Agenda gesetzt werden? zu äußern. (weiterlesen…)

Wählen oder nicht quälen- Aktion “Wahlabsage”

Mittwoch, 2. Januar 2008

Malah Helman im Video von Wahlabsage von Hartmut Lühr, Moderne 21
Wir kennen es alle, die Wahl des kleineren Übels. Hingegangen ist man wegen der Demokratie, auch wenn das, was hinterher passiert, mit eben jener wenig zu tun hat. Wie der Politiker F. M. letztes Jahr meinte: Es wäre ja noch schöner, wenn Wahlversprechen auch noch eingehalten werden müßten. Bleibt nur noch der Boykott. Mal sehen, ob bei einer Wahlverweigerungsquote von z.B. 75% die Damen und Herren Politiker immer noch meinen, wie ebenfalls im letzten Jahr P. R., Oberbürgermeisterin von F. a. M.: Auch die, die nicht wählen gegangen sind, haben uns gewählt. (weiterlesen…)

I.T.D.S.B.S.B. gegründet

Dienstag, 28. August 2007

Intervenistische Theateraktion Der Schwarze Block Sektion Berlin gegründet

“Arm sein, Spaß haben, Wowereit beim Wort nehmen” war das Gründungsmotiv des Konnektivs, das sich zufällig vernetzt und stets aktuelle Motive zur gesellschaftlichen Kritik nutzt. Komisch, surreal, absurd und öffentlich im Untergrund sind die spontan in Szene gesetzten Aktionen in einer Zeit, die eigentlich keinen Spaß macht. “Umbrüche sichtbar und wirklich machen, in die Wirklichkeit oder die Wirklichkeit überführen”, so sagte ein Mitglied auf dem Kongress “Partikel, Teilchen, Sand im Getriebe, lebendig und nie allein”.

Ein kurzer Abriss der Geschichte:

1989 Die Wende steht an. Endlich muss sich das Wörtlein “Kapitalismus” nicht mehr hinter der Sozialen Marktwirtschaft verstecken. Schnell aufspringen, mitmachen, bevor die Milliarden zur Neige gehen, denn nur Geld produziert noch mehr Geld.

2007 27. Mai: Intervenistische Theateraktion Der Schwarze Block Sektion Berlin anlässlich des G8 gegründet. Acht FreundInnen basteln sich acht Masken und wollen zum G8. Doch sie kommen nicht weit. Denn Alles, was sich mehr als zu zweit auf öffentlichen Straßen fortbewegt und eine politische Aussage beinhalten könnte, ist eine politische Versammlung – bei Nichtanmeldung ordnungsrechtlich strafbar. Auch die angeregte Diskussion der acht FreundInnen mit der Polizei, über Theater im öffentlichen Raum und Politik als eine Theaterform, änderten nichts. Die Masken wurden eingezogen, die Personalien aufgenommen. Unsere FreundInnen gaben aber nicht auf, sondern am… (weiterlesen…)