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	<title>Malah Helman &#187; Kunst Politik und Aktion</title>
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	<description>erfindet, denkt, schreibt, wartet, liest, spielt, und ...</description>
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		<title>Hmhm</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 21:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[workshops]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin wieder einmal für einen workshop zur Kulturpolitik angefragt. Wegen meines kulturpolitischen Blogs. Witzigerweise ist mein Engagement eigentlich nur den schlechten Arbeitsbedingungen zu verdanken, die alles andere als kulturvoll sind. Als Künstlerin und Bürgerin interessieren mich gesellschaftliche Vorgänge und die Reflektion und Bearbeitung dieser mit Mitteln der Kunst. Kunst ist für mich so nötig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wieder einmal für einen workshop zur Kulturpolitik angefragt. Wegen meines kulturpolitischen Blogs. Witzigerweise ist mein Engagement eigentlich nur den schlechten Arbeitsbedingungen zu verdanken, die alles andere als kulturvoll sind.</p>
<p>Als Künstlerin und Bürgerin interessieren mich gesellschaftliche Vorgänge und die Reflektion und Bearbeitung dieser mit Mitteln der Kunst. Kunst ist für mich so nötig wie Brot, ist Gesellschaftskritik und Alltagsbewältigung.</p>
<p>Die Frage, die mich beschäftigt ist:  wo und wie kann Kunst heute noch stattfinden? <span id="more-1025"></span></p>
<p><strong>Öffentlicher Gedankenaustausch: ein interventionistisches life app</strong></p>
<p>Innen. Außen. Was soll das Theater (Kunst)? Handeln jetzt. Die ungeplante Aktion. Auch ohne Rahmenbedingungen unter allen Umständen. Letzte Frage: ist Kunst vom Aussterben bedroht? Muss sie ins Artenschutzprogramm aufgenommen werden? Umfeld gestalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>16.00 Uhr <a href="http://www.zwischenraum-festival.de/" target="_blank">Zwischenraumfestival</a></p>
<p>Dauer: 90 min</p>
<p>Treffpunkt: siehe Infotafel</p>
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		<title>Von der „neuen “Wertigkeit des Menschen- eine nicht einsichtige Kosten-Nutzenrechnung</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 13:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Bildung an Schulen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der neuen Hartz IV Reform, die rückwirkend zum 1.1.2011 beschlossen wurde, sollen erwachsene Behinderte, die bei ihren Eltern oder in einer Wohngemeinschaft leben, nur noch 80 Prozent vom Regelsatz erhalten. Das entspricht einer Kürzung um rund 70 Euro. 2008 wurde die UN-Behindertenkonvention auch von Deutschland ratifiziert, deren Ziel ist, Behinderten die gleichberechtigte Teilhabe an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der neuen Hartz IV Reform, die rückwirkend zum 1.1.2011 beschlossen wurde, sollen erwachsene Behinderte, die bei ihren Eltern oder in einer Wohngemeinschaft leben, nur noch 80 Prozent vom Regelsatz erhalten. Das entspricht einer Kürzung um rund 70 Euro.</p>
<p>2008 wurde die UN-Behindertenkonvention auch von Deutschland ratifiziert, deren Ziel ist, Behinderten die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Im Grundgesetz, Art. 3  „Gleichheit vor dem Gesetz“, Abs. 3 steht: niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. 1973 hat die BRD den  UN-Sozialpakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte ratifiziert.</p>
<p>Offensichtlich haben sich weder die zuständige Verhandlungskommission von CDU/CSU, FDP und SPD, noch der Bundestag und der Bundesrat daran gestoßen, dass hier geltendes Recht unterlaufen wird. Der Beschluss zeigt ganz deutlich, behinderte Menschen sind weniger wert.<span id="more-942"></span></p>
<p>Das Grundgesetz fordert die Gleichbehandlung. Gerade mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenkonvention wurde festgelegt, dass es nicht mehr um das paternalistische Prinzip der Fürsorge gehen kann, sondern dass Menschen mit Behinderungen ein Grundrecht auf aktive Teilnahme haben. Hier sollte insbesondere Selbstständigkeit gefördert werden. Man kann nur hoffen, dass sich die Opposition zu einer Normenkontrollklage zusammen findet.</p>
<p>Persönlich möchte man gerne einmal wissen, in welchen technokratischen Strukturen solche Ideen formuliert werden und welches Menschenbild dahinter stehen mag. Der Soziologe Zygmunt Bauman analysiert in „Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust“ von 1989 die bürokratischen Strukturen, die den Holocaust wesentlich befördert, wenn nicht sogar möglich gemacht haben. In den letzten Kapiteln verweist er auf die strukturellen und mentalen Ähnlichkeiten der Technokratie der Moderne-  vermeintliche Sachzwänge, das Kalkül der Zahlen abseits der Realität, eine bloße Kosten-Nutzen-Berechnung bar menschlicher Werte, Hierarchien und das Nicht-Persönlich-Verantwortlich-sein bringen einen Apparat hervor, dessen (anonyme) Entscheidungen nicht mehr moralisch oder ethisch vertretbar sein müssen. 2010 wies der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, in einer Rede zur Aufarbeitung der Verbrechen an psychisch Kranken und geistig Behinderten im Nationalsozialismus darauf hin, dass das Bundesentschädigungsgesetz von 1965 weiter hin gilt und die zwangssterilisierten und ermordeten psychisch kranken Menschen bis heute nicht als Opfer anerkannt sind.</p>
<p>Die vergangenen Jahre zeigten ein schon beinah Brave-New-World ähnliches Kastenwesen.  Ganz oben steht das Führungspersonal einiger Konzerne und korporativer Organisationen. Auch die Produktion von Krisen wird hier vergütet, die Kosten von Umweltschäden meist stillschweigend übernommen. Die Zuwendungen an Hoteliers, Versicherungs- und Pharmaindustrie, Zahnärzte, etc.  wird auf der anderen Seite durch Sparmassnahmen kompensiert, z. B. durch den aufgezwungenen de-facto Lohnausfall in der Leiharbeit und das Hartz-Sparpaket, wo an letzter Stelle die Behinderten stehen. Im Kapitalismus gibt es eben „wertvolle“ und „weniger wertvolle“ Menschen; der Wert wird hier allein an ökonomischer Macht gemessen.</p>
<p>In &#8220;Haben oder Sein&#8221; entwickelt Erich Fromm einen alternativen Gesellschaftsentwurf. Eine Gesellschaft ist dann kulturell, wenn sie human ist. Hier geht es weniger um die äußerliche als um die seelische Verfasstheit. Gleichheit, Teilhabe, Mitbestimmung, Achtsamkeit und Empathie sind die Grundlagen einer solchen Gesellschaft, der es gelingen kann, die Probleme anzugehe, vor denen wir heute stehen.</p>
<p>Mit der Entscheidung, erwachsene Behinderte, die nicht alleine leben, auf den Regelsatz für Minderjährige in Bedarfsgemeinschaften herunterzustufen, ist die Politik hinter das Grundgesetz von 1949 zurückgegangen. Der Anspuch auf Gleichheit, kulturelle Teilhabe, das Recht auf Gesundheit lassen sich mit den zubemessenen Regelsatz schwerlich verwirklichen. Wer sich mit dem Thema &#8220;Behinderungen&#8221; beschäftigt, weiß, dass die Kosten der Teilhabe höher liegen als der übliche Bedarf, kulturelle Angebote können oft nicht wahrgenommen werden, weil das Geld fehlt. Die Rechenmodelle der Technokraten sind daher defizitär, sie spiegeln in  keinster Weise die verschiedenen Wertefaktoren. Indem nur materielle  Werte ausgegeben werden, reduzieren sie die gesellschaftliche  Wirklichkeit. Sie sind sogar gefährlich, weil sie dadurch die  gesellschaftliche Entwicklung in dieser Weise beeinflussen. Eine Gesellschaft, die in ihren Grundlagen Gerechtigkeit und Gleichheit verankert hat, wird in einigen Bereichen finanzielle Augaben haben, die aber eine kulturelle Wertigkeit eröffnen, eine ungerechte Gesellschaft hat allerdings einen noch weitaus höheren Preis, im finanziellen, wie im kulturellen.</p>
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		<title>Hurra! berlin-projekt.org ist online</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2011/01/09/hurra-berlin-projekt-org-ist-online/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 12:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Autorenlesungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[freie Szene]]></category>
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		<description><![CDATA[berlin-projekt.org informiert über die Arbeit und Veranstaltungen der frei arbeitenden Berliner KünstlerInnen und Gruppen. berlin-projekt.org veröffentlicht Eure Pofile und Termine. berlin-projekt.org informiert außerdem in einem Blog mit Kritiken und Wissenswertes für die freie Szene. Wie funktioniert berlin-projekt.org? berlin-projekt.org ist ein Selbsthilfe Tool, das mehr gebündelte Öffentlichkeit für die vielen freien Theaterproduktionen, Independent Filme, Kunstinitiativen schaffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>berlin-projekt.org</strong> informiert über die Arbeit und Veranstaltungen der frei arbeitenden Berliner KünstlerInnen und Gruppen. <strong>berlin-projekt.org</strong> veröffentlicht Eure Pofile und Termine. <strong>berlin-projekt.org</strong> informiert außerdem in einem Blog mit Kritiken und Wissenswertes für die freie Szene.<span id="more-921"></span></p>
<p>Wie funktioniert <strong>berlin-projekt.org</strong>?<strong><br />
berlin-projekt.org</strong> ist ein Selbsthilfe Tool, das mehr gebündelte Öffentlichkeit für die vielen freien Theaterproduktionen, Independent Filme, Kunstinitiativen schaffen will. Jede/r kann sich selbst eintragen und die Informationen veröffentlichen, die er/sie wünscht und auchwieder bearbeiten oder löschen. Die Rechte bleiben bei den UrheberInnen. Orte und Institutionen können sich mit einer Visitenkarte präsentieren.<strong> </strong>Ein Blog informiert mit<strong> </strong>Kritiken,<strong> </strong>Infos, Berichten und Pressemeldungen. Es können auch anderweitig erschienene Texte (Kritiken) als Anleser mit dem Link zur Quelle hochgeladen werden. Alle Texte werden von dem Administrator eingestellt. Daher bitte mailen an <a href="mailto:admin@berlin-projekt.org">admin@berlin-projekt.org</a>.</p>
<p><strong>berlin-projekt.org</strong> ist eine Initiative der Berliner Künstlerin Malah Helman. Sie arbeitet seit 2006 an dieser Idee, weil sie die Vielfältigkeit, Ideen und Engagement der Kunstschaffenden Berlins fasziniert ist. <strong>berlin-projekt.org</strong> hatte viele Entwicklungstadien. 2007 startete die Idee mit einem einfachen Blog unter www.berlin-off.de Nach einer weiteren einjährigen technischen Entwicklungsphase ist <strong>berlin-projekt.org</strong> in einer Basisversion online. Es ist geplant, <strong>berlin-projekt.org </strong>weiter auszubauen und auch in der Öffentlichkeit zu etablieren. <strong>berlin-projekt.org</strong> ist kostenlos und werbefrei. Finanziert wird <strong>berlin-projekt.org</strong> von Malah Helman.</p>
<p>Programmiert wurde <strong>berlin-projekt.org </strong>von Hannes Diedrich von Intrasocial. Hannes Diedrich, auch Musiker, überzeugte durch eine strukturierte praktische Umsetzung von <strong>berlin-projekt.org </strong>und die fachlich kompetente Beratung, die er für <strong>berlin-projekt.org </strong>einsetzte.</p>
<p>Wir würden uns freuen, wenn Sie die Information verbreiten und <strong>berlin-projekt.org</strong> von vielen Kunstschaffenden genutzt wird. Es ist auch ein politisches Anliegen von <strong>berlin-projekt.org</strong>, die Vielheit der frei arbeitenden Berliner KünstlerInnen abzubilden.</p>
<p>Mittelfristig sucht <strong>berlin-projekt.org</strong> ModeratorInnen für die Bereiche Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur, Film u. Medien, Musik und Soziokultur.</p>
<p>Fragen beantwortet Malah Helman: admin@berlin-projekt.org.</p>
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		<title>Report Darstellende Künste erschienen</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2010/12/14/report-darstellende-kunste-erschienen/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 16:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>

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		<description><![CDATA[723 Seiten informieren über die wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland. Darunter auch mein Beitrag &#8220;Kunst kostet- aber sie zahlt sich aus&#8221;. Der Preis über den Buchhandel oder die Kulturpolitische Gesellschaft Bonn beträgt 24,80 Euro. Der Fonds kann den REPORT für Theater- und Tanzschaffende intern für 14,80 Euro zzgl. Versandkosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>723 Seiten informieren über die wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland. Darunter auch mein Beitrag &#8220;Kunst kostet- aber sie zahlt sich aus&#8221;.<span id="more-913"></span><br />
Der Preis über den Buchhandel oder die Kulturpolitische Gesellschaft Bonn beträgt 24,80 Euro.<br />
Der Fonds kann den REPORT für Theater- und Tanzschaffende intern für 14,80 Euro zzgl. Versandkosten anbieten. Bestellungen sind über den Link der Landesverbände Freier Theater <a href="http://buft.net/tinc?key=jJr9diWw&amp;formname=ReportBestellung" target="_blank">http://buft.net/tinc?key=jJr9diWw&amp;formname=ReportBestellung</a> oder auch über buch@fonds-daku.de möglich.</p>
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		<item>
		<title>Ergebnisse des Workshops auf der Globale</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2010/06/01/ergebnisse-des-workshops-auf-der-globale/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 13:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[workshops]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Prekär]]></category>

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		<description><![CDATA[strategien zur verbesserung der prekären situation der kulturschaffenden: sichtbarmachen/aktionen lokales handeln vernetzen/solidarität/übergreifend eigene initiativen kulturpolitik]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>strategien zur verbesserung der prekären situation der kulturschaffenden</strong>:</p>
<p>sichtbarmachen/aktionen</p>
<p>lokales handeln</p>
<p>vernetzen/solidarität/übergreifend</p>
<p>eigene initiativen</p>
<p>kulturpolitik</p>
<p><a href="http://www.malahhelman.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/bildet-banden1.JPG"><img class="alignleft size-medium wp-image-835" title="bildet banden" src="http://www.malahhelman.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/bildet-banden1-300x225.jpg" alt="bildet banden" width="300" height="225" /></a></p>
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		</item>
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		<title>Workshop von laborB auf der Globale:Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität?</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2010/05/30/workshop-von-laborb-auf-der-globaleprekare-film-kultur-%e2%80%93-organisierung-in-der-kultur-der-prekaritat/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 17:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[workshops]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Prekär]]></category>

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		<description><![CDATA[Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität? Auch alternative Filmfestivals und Medienprojekte sind in der gesellschaftlichen Realität verortet. Im Filmbereich wie in der kulturellen Projektarbeit stoßen Engagierte auf ein zersplittertes Feld aus tariflichen, nicht-tariflichen und prekären Arbeitsverhältnissen sowie auf Bedingungen der freiwilligen oder unfreiwilligen Selbstausbeutung. Wie ist unter diesen Bedingungen Solidarität lebbar – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität? Auch alternative Filmfestivals und Medienprojekte sind in der gesellschaftlichen Realität verortet. Im Filmbereich wie in der kulturellen Projektarbeit stoßen Engagierte auf ein zersplittertes Feld aus tariflichen, nicht-tariflichen und prekären Arbeitsverhältnissen sowie auf Bedingungen der freiwilligen oder unfreiwilligen Selbstausbeutung. Wie ist unter diesen Bedingungen Solidarität lebbar – wo sind gemeinsame Linien und Horizonte der (Selbst-)Organisation? Diskussion und Präsentation mit Malah Helman (Kulturschaffende und Aktivistin) sowie  verschiedenen Vertreter_innen von Interessensvertretungen aus dem Film-  und Kulturbereich.<span id="more-824"></span></p>
<p>Montag, 31. Mai 2010 &#8211; 18:30<br />
<a href="http://www.moviemento.de/" target="_blank">Kino Moviemento</a>, Wintergarten</p>
<p><a href="http://www.globale-filmfestival.org" target="_blank">www.globale-filmfestival.org</a><br />
<a href="http://www.laborb.org" target="_blank">www.laborb.org</a></p>
<p>PS. Von meinem Honorar habe ich noch 2 Eintrittskarten zu vergeben. Leider schaffe ich es nur 1 Film zu sehen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Spot für bessere Arbeitsbedingungen im Film online</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2010/05/22/spot-fur-bessere-arbeitsbedingungen-im-film-online/</link>
		<comments>http://www.malahhelman.de/blog/2010/05/22/spot-fur-bessere-arbeitsbedingungen-im-film-online/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 17:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anderes]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Prekär]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht eine zukunftsfähige Demokratie und eine nachhaltige Volkswirtschaft aus? Faire Arbeitsbedingungen, angemessene Honorare und soziale Absicherung sind für eine wichtig für eine Demokratie und eine zukunftsfähige Volkswirtschaft mit nachhaltigen Investitionen und Konsum. Staatseinnahmen und Sozialkassen sichern das soziales Netz, gesundheitliche und energetische Versorgung, Bildung und Kultur. http://www.connexx-av.de/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Was macht eine zukunftsfähige Demokratie und eine nachhaltige Volkswirtschaft aus?</strong></h3>
<p><span id="more-818"></span>Faire Arbeitsbedingungen, angemessene Honorare und soziale Absicherung sind für eine wichtig für eine Demokratie und eine zukunftsfähige Volkswirtschaft mit nachhaltigen Investitionen und Konsum. Staatseinnahmen und Sozialkassen sichern das soziales Netz, gesundheitliche und energetische Versorgung, Bildung und Kultur.</p>
<p><a href="http://www.connexx-av.de/" target="_blank">http://www.connexx-av.de/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Premiere &#8220;Wir sind mehr wert&#8221; für bessere Arbeitsbedingungen im Film</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2010/02/17/premiere-wir-sind-mehr-wert-spot-des-filmverbands-fur-bessere-arbeitsbedingungen-im-film/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 19:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>

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		<description><![CDATA[vor dem Cubix am Alex anlässlich des Streiks der Kinobeschäftigten im Cubix. Die streiken nämlich an diesem Abend um einen Haustarifvertrag, deren Verhandlung der Arbeitgeber bisher verweigert. &#8220;Mir reichts.&#8221; &#8220;Ich weiss gar nicht, warum ich noch arbeite.&#8221; &#8220;Ich bin mehr wert&#8221;, sagen die Schauspielerin, die Drehbuchautorin, der Tonmann und der Filmvorführer in den Clips. Sätze, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>vor dem Cubix am Alex anlässlich des Streiks der Kinobeschäftigten im Cubix. Die streiken nämlich an diesem Abend um einen Haustarifvertrag, deren Verhandlung der Arbeitgeber bisher verweigert.</p>
<p>&#8220;Mir reichts.&#8221; &#8220;Ich weiss gar nicht, warum ich noch arbeite.&#8221; &#8220;Ich bin mehr wert&#8221;,<br />
sagen die Schauspielerin, die Drehbuchautorin, der Tonmann und der Filmvorführer in den Clips. Sätze, die viele sagen würden, auch in anderen Branchen.</p>
<p><strong>Warum arbeiten wir noch?</strong></p>
<p>Das frage ich mich immer öfter. Denn immer öfter sind die Arbeitsbedingungen unzumutbar: vielerorts ohne Mindestlohn, mit sehr niedrigen Honoraren in Kunst,  Kultur und Medien, ohne soziale Standards, d.h. ohne wirkliche Ansprüche in der Arbeitslosenversicherung aufbauen zu können, mit Aussicht auf Niedrigstrenten, auch die Vergütungen aus dem  Urheberrecht werden deutlich weniger, u. A. weil Produzenten das eigentlich urheberrechtliche fragliche Buyout anwenden und der Verband der Gerätehersteller, die Bitkom, sich weigert allgemeingültige Vergütungsregeln aufzustellen und um Zeit zu schinden, was sich bei den Millionenbeträgen auf jeden Fall rechnet, für jeden Gerätetyp extra verhandelt. Arbeit findet immer mehr in rechtsfreien Räumen statt. Arbeit ist ein Risikofaktor geworden.<span id="more-770"></span></p>
<p>An die verschiedenen ver.di Kampagnen „Wir sind mehr wert“ entstand der Spot des Filmverbands, der sich den Arbeitsbedingungen im Film widmet.</p>
<p>Wie wäre es, wir würden auf die Arbeit verzichten? Vielerorts macht Arbeit ja doch nur Arbeit und keinen Sinn. Und außerdem ist für Arbeit kein Geld mehr da. Das verbrauchen andere (unsere Banken kosten Milliarden). Auch scheint an ihr niemand Interesse zu haben. Wir wären dann wieder JägerInnen und SammlerInnen, jeder für sich und, modern ausgedrückt, in seiner Bezugsgruppe. Aber dann kam die Entfremdung und Karl Marx konstatierte: an Deiner Arbeit verdienen Andere. Nicht der Arbeitende hat das Sagen, sondern der am meisten an der Arbeit Anderer verdient. Die Perversität von „Arbeit macht frei“ wurde nicht umsonst am Anfang des 20. Jh. kreiert. Die letzten Entwicklungen in Bank, Börse und Arbeitsmarkt zeigen, Arbeit und Kapital befinden sich in einem Kriegzustand.</p>
<p>Viele arbeiten, wenige verdienen, das macht 25% Rendite. Mir scheint, es verdient sich nur noch in der Chefetage, in systemrelevanten Banken, als Lobbyist, in der Politik, also überall, wo man sich seine Gage selbst oder gegenseitig festsetzt. Ansonsten hat die Arbeit gegenüber dem Kapital ja verloren, denn das arbeitet im Zinssystem viel effektiver. Leider wurde die Zerstörung der Ressourcen noch nicht kalkuliert. Wer arbeitet, hat immer seltener ein Auskommen. Arbeiten in Deutschland ist ungerecht geworden.</p>
<p>Arbeit ist ein Kostenfaktor. Auf der einen Seite darf sie nichts kosten darf, auf der andere kostet sie viel Geld. Zum Beispiel wird einen zeitlich begrenzten Teilzeitjob, sagen wir mit einem Stundenlohn von 6,00 Euro eine Vermittlungsgebühr von 1200,00 Euro kassiert. Für einige ist der Arbeitsmarkt, also der Handel mit Arbeit, ein Riesengeschäft. Entlassungen sind gut für den Börsenwert eines Unternehmens im Spekulationsmodell.</p>
<p>„Wo steckt das Geld. Irgendeiner muss es haben“, fragte schon Andy Warhol. Die allgemein verfügbare Geldmenge schrumpft. Und so gibt es wieder weniger Geld. In Bildung und Kultur wird wieder gespart, usw.. Übrigens gibt es keine Partei, die einen Masterplan Kultur aufzuweisen hat. Es bleibt beim Wegsparen.</p>
<p>Ich erinnere mich an ein Kabarettstück von einer Kollegin, Ruth Spichtig. Das ist nun schon 10 Jahre her, aber immer noch aktuell. Ruth schrieb eine Art Bewerbungsgespräch, und das ging ungefähr so: „Also, wenn Sie den Job hier wollen, dann müssen Sie schon was bieten. Nur arbeiten, das kann ja jeder. Haben Sie vielleicht eine Erbschaft gemacht oder was können Sie hier noch einbringen?“ Den Job bekam dann Boris Becker. Es zählt eben der Marktwert, auch in der Kunst. Und daher ist Boris Becker die ideale Besetzung für vieles.</p>
<p>Also jetzt stell Dir mal vor, es gibt Arbeit aber keiner geht hin (in Abwandlung des bekannten Spruchs von Carl Sandburg) …</p>
<p>Frau Merkel, wenn Sie nicht nur eine Kanzlerin des Kapitals sein wollen, sonder die aller Deutschen, dann schreiben Sie es sich hinter die Ohren: wir sind mehr wert!</p>
<p>Weiteres auf Spreerauschen:<br />
Arbeitsmarkt Deutschland: <a href="http://spreegurke.twoday.net/stories/6142714/" target="_blank">Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt</a></p>
<p>Und die Premiere vom Spot:<br />
Freitag, 19.2.<br />
um 19.00 Uhr<br />
vor dem Cubix<br />
am Alexanderplatz</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.malahhelman.de/blog/2010/02/17/premiere-wir-sind-mehr-wert-spot-des-filmverbands-fur-bessere-arbeitsbedingungen-im-film/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>19. 09. Podiumsdiskussion „Wie viel kommunale Kultur wollen / können / müssen wir uns leisten?“</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2009/09/17/19-09-podiumsdiskussion-%e2%80%9ewie-viel-kommunale-kultur-wollen-konnen-mussen-wir-uns-leisten%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 12:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pankow]]></category>

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		<description><![CDATA[Berliner Politiker diskutieren mit Künstlern und dem Publikum über die Kultursituation in unserer Stadt. Moderation: Petra Schwarz Gäste: Dr. Michail Nelken (Kulturstadtrat Pankow, Linke), Alice Ströver (MdA, Bündnis90/ Grüne), Stefan Liebich (MdA, Linke), Björn Böhning (angefragt, SPD), Anneliese Schäfer-Junker (FDP, Bezirksvorstand Pankow), Claudia Steinke (CDU), Bettina Wegner (Liedermacherin), Walfriede Schmitt (Schauspielerin), Prof. Susanne Binas- Preisendörfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berliner Politiker diskutieren mit Künstlern und dem Publikum über die Kultursituation in unserer Stadt. Moderation: Petra Schwarz </strong></p>
<p>Gäste: Dr. Michail Nelken (Kulturstadtrat Pankow, Linke), Alice Ströver (MdA, Bündnis90/ Grüne), Stefan Liebich (MdA, Linke), Björn Böhning (angefragt, SPD), Anneliese Schäfer-Junker (FDP, Bezirksvorstand Pankow), Claudia Steinke (CDU), Bettina Wegner (Liedermacherin), Walfriede Schmitt (Schauspielerin), Prof. Susanne Binas- Preisendörfer (Musik- und Kulturwissenschaftlerin), Ralf R. Ollertz (Halle Tanzbühne Berlin), Malah Helman (Performancekünstlerin, Aktivistin), Wolfgang Leber (Maler).</p>
<p>Berlin wirbt mit Kultur, sieht seine Potentiale in Kultur, Bildung und Wissenschaft und schneidet mit haushalterischen Begründungen der kreativen Basis das Wasser ab. So werden die Mittel für die freie Szene de facto verknappt und gehen am eigentlichen Bedarf vorbei. Besonders auf der Bezirksebene sind Streichungen (Etats, Stellen, Einrichtungen) an der Tagesordnung. Berliner Künstler_innen sind daher mit einer verschärften Fördersituation konfrontiert.</p>
<p>Meine Fragen an die anwesenden Politiker_innen? Gibt es für ein nachhaltiges Zukunftsrezept? Oder bleibt es bei einer Kampagnenstrategie („be Berlin“)? Wie können Förderungen vielfältiger, die Verteilung gerechter, die Mittel mehr werden? Wie kann die Arbeitssituation der Künstler_innen verbessert werden (Berücksichtigung allgemein geltender Sozialstandards, wie Mindestlohn, Arbeitslosenversicherung, etc.)?</p>
<p>In Leipzig erstritt die Freie Szene eine Aufstockung des Etats um 5 % bis 2013. Wie schaffen wir das in Berlin?<span id="more-452"></span><br />
Eintritt frei</p>
<p>17 Uhr / Jugendtheateretage<br />
Kulturensemble Thälmannpark<br />
Danziger Straße 101<br />
10405 Berlin<br />
<a href=" http://www.aktionsbuendnis-berliner-kuenstler.de" target="_blank"></p>
<p>http://www.aktionsbuendnis-berliner-kuenstler.de</a></p>
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		<title>„KUNST KOSTET- ABER SIE ZAHLT SICH AUS“</title>
		<link>http://www.malahhelman.de/blog/2009/04/23/%e2%80%9ekunst-kostet-aber-sie-zahlt-sich-aus%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 14:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst Politik und Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Auswertung der Kommentare der  Studie zur &#8220;Wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater- und Tanzschaffenden„ des Fonds Darstellende Künste, 2009 „Folgendes Zukunftsszenario weiterdenken: Was wäre, wenn all die kreativen Selbstausbeuter der freien Musik, Theater und Tanzszene schlagartig aufhören würden, (…) zu arbeiten und zu produzieren? Was bliebe übrig, wenn sich die deutsche Kultur ausschließlich über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auswertung der Kommentare der  Studie zur &#8220;Wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater- und Tanzschaffenden„ des Fonds Darstellende Künste, 2009</strong></p>
<p><em>„Folgendes Zukunftsszenario weiterdenken: Was wäre, wenn all die kreativen Selbstausbeuter der freien Musik, Theater und Tanzszene schlagartig aufhören würden, (…) zu arbeiten und zu produzieren? Was bliebe übrig, wenn sich die deutsche Kultur ausschließlich über die &#8216;Hochkultur&#8217; definieren würde?“</em>*</p>
<p>Knapp 2500 von 4100 Teilnehmern der Studie nutzen die die Gelegenheit, sich mit Kommentaren persönlich zur Frage: „Welches Thema der Theater- und Tanzschaffenden sollte nach Ihrer Auffassung unbedingt auf die kulturpolitische Agenda gesetzt werden? zu äußern.<span id="more-372"></span></p>
<p>Trotz der begrenzten Anzahl der Zeichen (300) wurden in über 70 Prozent mehrere Themen angesprochen. Hauptthemen sind:<br />
•    die Arbeitsbedingungen,<br />
•    gefolgt von Hinweisen und Vorschlägen zu Förderstrukturen,<br />
•    Statements zur Kulturpolitik,<br />
•    Notwendigkeit kultureller Bildung,<br />
•    eine qualitätsvolle und praxisbezogene Ausbildung und Perspektiven Weiterbildung um im Arbeitsmarkt flexibel zu bleiben,<br />
•    sowie zu &#8220;Netzwerken und Plattformen&#8221; und der Rolle der Medien.</p>
<p>Die dabei angesprochenen Probleme sind größtenteils unabhängig vom Beruf, Alter und Geschlecht, sondern zeigen vielmehr, dass es sich hierbei um die Mehrheit der Theater- und Tanzschaffenden betroffen ist.</p>
<p><strong>1. Thema Arbeitsbedingungen: „permanente Überforderung“</strong><br />
Als „permanente Überforderung“ bezeichnet ein Kommentar die Situation, den hohen organisatorischen Arbeitsaufwand, die künstlerische Schöpfungsleistung, die ständige finanzielle Unsicherheit und die für die künstlerischen Berufe oft sehr schwierigen Bedingungen in der Sozialversicherung. Die darstellenden Künstler_innen sind kreativ, innovativ und engagiert. Sie arbeiten viel, sind aber permanent unterbezahlt oder ihre Arbeit wird überhaupt nicht mehr honoriert und findet unter dem Begriff „Ehrenamt“ statt. Die Künstler_innen fragen sich, warum es für in ihrem Berufsfeld keine Sozial- und Mindeststandards gibt.</p>
<p>Die freischaffenden Schauspieler_innen, Sänger_innen, Tanzpädagog_innen, Regiesseur_innen, Bühnenbildner_innen, u.w.  wünschen sich Mindestlöhne, um dem Lohndumping eine Grenze zu setzen, sie wünschen sich eine adäquate Honorierung ihrer Leistung, ihres Einsatzes, ihrer Arbeitszeit, ihrer Ideen, ihres gesellschaftlichen Werts. Faire Honorare, von denen man leben kann, ohne sich ständig weit unterhalb der Armutsgrenze bewegen zu müssen. Sie fragen sich, warum sie trotz ihres hohen Arbeitseinsatzes und ihrer Flexibilität von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind, obwohl einige von ihnen durchaus während ihrer Gastverträge die Beiträge entrichten, ohne aber auf die notwenigen Beitragszeiten der in im Zuge der „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ verkürzten Rahmenfrist zu kommen.</p>
<p>Die „Hartz-Gesetze“ und der veränderte Arbeitsmarkt (noch weniger stellen, noch niedrigere Honorare, deutlich geringere Fördermittel, kürzere oder nur teilweise honorierte und saisonale Produktionszeiten) lassen die Kunstschaffenden aus dem Sozialversicherungssystem fallen. &#8220;Hartz IV ist die Basisförderung für Künstler.&#8221;, bilanzierte ein Kommentar.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    Angemessene Honorare,<br />
    eine Regelung die eine Absicherung in der Arbeitslosenversicherung erlaubt,<br />
    eine Rente, die einem harten und engagierten Arbeitsleben entspricht,<br />
    sowie eine grundsätzliche Versicherungsmöglichkeit in der Künstlersozialkasse sind für die Kunst- und Kulturschaffenden ein existenzielles Bedürfnis.</li>
</ul>
<p>Da bedingungslose Grundeinkommen wurde ebenfalls als Möglichkeit genannt, um Kunst und Kultur unter den aktuellen Gegebenheiten zu realisieren.</p>
<p>Auch die künstlerischen Mitarbeiter an Stadttheatern, fragen sich, warum sie zu wesentlich schlechteren Konditionen arbeiten als das Personal in der Administration und Technik und viele Solisten schlechter gestellt sind als das Orchester oder der Chor. Auch ist überhaupt nicht einzusehen, warum das Personal der Stadttheater im Rahmen der aus knappen Finanzen geschlossenen Hausverträge seit Jahren auf eine Anhebung der Gagen (der NV Solo weist seit 2002 eine Gage von 1550, 00 Euro netto aus), Urlaubsgeld, 13. Gehalt, etc. dauerhaft verzichten soll.</p>
<ul>
<li>    Eine Offenlegung und Angleichung der Tarifstrukturen und ein Gagenraster sind notwendig.</li>
</ul>
<p>Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, Gesundheit- und Arbeitsschutz sind weitere wichtige Themen der  künstlerischen Berufe, die Abends, am Wochenende und an Feiertagen arbeiten und deren Leistungen mit denen von Hochleistungssportlern durchaus vergleichbar sind.</p>
<p>In den Arbeitsbedingungen, egal ob freischaffend, fest, oder am Privattheater, herrscht ein echter Notstand und ein Handlungsbedarf mit grundsätzlichen und grundrechtlichen Regelungen durch die Politik ist dringend gefordert. Es kann nicht sein, dass mit öffentlichen Geldern aus Steuermitteln geltende Sozialstandards unterlaufen werden.</p>
<p><em>„Anerkennung der künstlerischen Arbeit und ihres Werts.“</em></p>
<p><em>„Kreativität ist heute kein Luxus mehr, sondern eine Notwenigkeit um die neuen Probleme der Welt zu lösen.“</em></p>
<p><em>„Unterbezahlung bei enormem Arbeitspensum.“</em></p>
<p><em>„Die Tatsache, dass Einzelkünstler, Solisten, Freischaffende am stärksten unter den Sparzwängen der Theater leiden.“</em></p>
<p><em>„Das drastisch sinkende Gagenniveau in Bezug zum wirklichen ideellen, zeitlichen und kreativen Arbeitsaufwand &#8211; besonders im Hinblick auf die &#8220;jungen&#8221; Kollegen egal welcher Sparte. Während die &#8220;alten Säcke&#8221; weiter ihre exorbitanten Gagen aus dem goldenen Theaterzeitalter kassieren, wird der Nachwuchs gefleddert.“</em></p>
<p><em>„Durch die horrenden Kürzungen der Subventionen sind die Theater gezwungen mit immer weniger Personal auszukommen. Das Arbeitsvolumen steigt, die Bezahlung sinkt. Auch die Qualität des Kunstprodukts leidet.“</em></p>
<p><em>„Bezahlte Stellen schaffen, denn die Arbeit ist da.“</em></p>
<p><em>„Gastverträge versus Festverträge, denn viele Theater engagieren ihre Künstler nur noch mit Gastverträgen, um jeglicher Verantwortung aus dem Weg zu gehen &#8211; nach dem Motto &#8216;nach dem Stück sind wir sie ja wieder los&#8217;.“</em></p>
<p><em>„Überarbeitung des NV-Solo-Vertrags an deutschen Bühnen. So, wie der Vertrag jetzt ist, ist er eine Einladung für Intendanten, ihre Angestellten bis auf&#8217;s Blut leer zu saugen &#8211; und viele tun das auch: Zwei Jahre arbeiten, dann kommen die nächsten jungen Kollegen, die das wieder zwei Jahre mitmachen.. Gilt für Arbeitsbedingungen allgemein..“</em></p>
<p><em>„Für die Angehörigen der Altersgeneration (…) wird der Raum auf den offiziellen Spielplätzen der zeitgenössischen Tanzszene immer „enger“.</em></p>
<p><em>„Älterwerden und trotzdem freie Theaterarbeit &#8211; wie kann das gehen?“</em></p>
<p><em>„Trotz bester Ausbildung, besten Kritiken und langjähriger Bühnenerfahrung ist es mir und vielen meiner Kollegen nicht mehr möglich den Lebensunterhalt ohne Unterstützung seitens der ARGE zu bestreiten. Die Honorare sind zu gering. Nebenjobs gibt es kaum. „</em></p>
<p><em>„Berücksichtigung der speziellen Bedingungen bei Neuerungen im Gesetzesbereich. Oftmals bekommt man das Gefühl, dass unsere Berufsgruppe nicht existiert oder unwichtig ist.“</em></p>
<p><em>„Eine Zwangsabgabe für Internet-Anschlüsse zu Gunsten der Urheber!!“</em></p>
<p><em>„Fahrendes Volk = Unterstützung der Fahrtkosten.“<br />
</em><strong><br />
2. Thema Förderungen: &#8220;eine ehrliche Strukturdebatte ist überfällig&#8221;</strong><br />
Die Fördermittel sind wesentlich gesunken. Bei den Künstler_innen kommt wenig an. Die Projekte sind unterfinanziert.</p>
<p>Das Stadttheatersystem ist einiger Kritik ausgesetzt. Nicht nur die freien Theaterschaffenden kritisieren den in sich abgeschlossenen Kreis der Stadt-, Landes- und Staatstheater, auch intern wird Kritik an den Hierarchien und Strukturen, den Themen und Formen, der Besetzungspraxis und Qualifikation der Leitung deutlich.</p>
<p>Der Erhalt und Ausbau der vielfältigen und gewachsenen deutschen Theaterlandschaft ist ein großes Anliegen. Wie und wo kann Theater im 21. Jh. stattfinden? Eine Auseinandersetzung hierüber sollte geführt werden. Öffnung und Austausch zwischen den Systemen schlugen viele (freie) Theater- und Tanzschaffende vor.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    Mehr Geld für die Künstler_innen und Projekte (insbesondere für die freie     Szene und auf der Ebene der Länder und Kommunen, weniger &#8220;Leuchttürme&#8221;),<br />
    mehr Fördervielfalt, transparente Entscheidungen, wechselnde Jurys, schnelle und unbürokratische Fördermöglichkeiten kleiner Vorhaben, explizite und verstärkte Künstlerförderung, Förderung der Theater- und Tanzschaffenden aller Sparten und Entwicklungsphasen, verschiedene Förderansätze (u. A. auch für Recherche, und mehr prozessorientiertes Arbeiten und Raum für Experimente, langfristige Ensemblearbeit, Technikpools, gemeinsame Grundausstattung, Büro- und Probenräume und Aufführungsorte für freie Gruppen), vereinfachte Antragstellung in punkto Fristen, Aufwand und Koordination der Anträge, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sind dringliche Anliegen.</li>
</ul>
<p>Auch eine inhaltliche Debatte wurde angerissen. Nicht nur eine Diskussion über Theaterformen, sondern auch gesellschaftlich relevante Inhalte wurden neben Kunstfreiheit und Alltagskunst und einer Erweiterung der großen Sparten um Kabarett, Straßentheater u. A. gefordert.</p>
<p>Es wurde festgestellt, dass um eine Förderung beantragen zu können, müssen die Antragsteller eine erhebliche Vorarbeit leisten. Die Jury wählt also aus einem Angebot aus, dass auch erst einmal zu Verfügung gestellt werden muss, ohne dass es unbedingt zu einer Förderung kommt. Die Theaterschaffenden stellen hier ihre Arbeitskraft und Infrastruktur zu Verfügung. Die jeweilige Förderung und auch die betreffenden Institutionen und Orte profitieren erheblich von diesem Modell ohne dabei die Kunstschaffenden unterstützen zu müssen.</p>
<p><em>„Kunst lässt sich in keine Form pressen. Kunst ist Veränderung.“</em></p>
<p><em>„Wie können innovative Milieus unterstützt werden?<br />
Welche Bedingungen braucht kreative Arbeit?“</em></p>
<p><em>„Wie ist eine unabhängige, freie, auch politisch unbequeme und qualitativ hochwertige Arbeit zu gewährleisten?“</em></p>
<p><em>„Diskurse führen über die zunehmende Ökonomisierung des (…) Theaters. Man bekommt doch eigentlich genau deswegen Subventionen um sich eben vom Markt freimachen zu können und künstlerische Freiheit zu haben.“</em></p>
<p><em>„Viel mehr das kreative Potential der unabhängig arbeitenden Künstler Kreativen in der Öffentlichkeit benennen und anerkennen, in diesem Zusammenhang ENDLICH den Begriff &#8220;Freie Szene&#8221; aus dem Sprachgebrauch streichen, die alten Zeiten sind vorbei!!!„</em></p>
<p><em>„Berlin dünnt seine Mittel aus, macht seinen Künstlern das Leben schwer, wirbt aber gleichzeitig mit seiner breiten Kulturlandschaft, und produziert gefällige Hauptstadtkunst.“</em></p>
<p><em></em></p>
<p><strong>3. Thema Politik: &#8220;Kunst ist Lebensmittel&#8221;</strong><br />
Die Theaterschaffenden vermissen kompetente und nachhaltige Entscheidungen in der Politik. Welchen Stellenwert haben Kultur und die Kulturschaffenden in der Gesellschaft? Vergleicht man die öffentlichen Ausgaben für Kultur mit anderen Bereichen, so lässt sich sagen, dass diese nur einen marginalen Stellenwert einnimmt. Wie viel von den bereitgestellten Mitteln bei den Künstler_innen selbst ankommt, steht noch mal auf einem ganz andern Blatt.</p>
<p>Die Theaterschaffenden fragen sich, was die vielen Einsparmassnahmen der letzten Jahre eigentlich gebracht haben und fordern hierzu eine Diskussion. Feststeht, dass die Mittel für Kultur seit 2001 kontinuierlich sinken und zwar insbesondere auf kommunaler und regionaler Ebene. Der Bund steigerte zwar die Kulturausgaben, diese kommen aber den so genannten „Leuchttürmen“ zu Gute.</p>
<p>Die Tanz- und Theaterschaffenden nervt, dass Kultur mit den üblichen betriebswirtschaftlichen Kategorien und Simplifizierungen gemessen wird. Obwohl inzwischen ganz klar ist: Kunst und Kultur sind Mehrwert. Eine progressive Gesellschaft braucht Kultur. Kultur, insbesondere die „freie Szene“, die Vielfalt und das kreative Potenzial der Kulturschaffenden ist eine echte Chance für die sich verändernde Gesellschaft.</p>
<p>Kunst und Kultur haben erheblichen Einfluss auf die Attraktivität und Lebensqualität eines Standorts, sind gut für Tourismus, Gastronomie, Immobilienwirtschaft, etc.. Daher ist zu überlegen, wie hier ein Ausgleich geschaffen werden könnte. Die Einführung eines Kultureuro oder einer Kunstgebühr wurde angesprochen.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    Diskussion: was haben die Sparmaßnahmen gebracht?<br />
    Mehr Kultur, mehr Vielfalt, wesentlich mehr Gelder für Kultur,<br />
    Kultur als Staatsziel und<br />
    Einbeziehung der von Kultur profitierenden Wirtschaft.</li>
</ul>
<p><em>„Berlin profitiert weltweit von den vielen tollen Künstlern, behandelt uns aber wenn es um Arbeitsbedingungen geht wie den letzten Dreck… wir sind fürs Image gut, aber Arbeiten müssen wir am Rande, ohne Geld. Das finde ich sehr demütigend.“</em></p>
<p><em>„Lasst uns ihnen (den Politikern und anderen Ignoranten) zeigen, wie unentbehrlich wir sind.“</em></p>
<p><strong>4. Kulturelle Bildung: „Eine Gesellschaft, die nicht in Kunst &amp; Bildung investiert ist eine &#8220;tote&#8221; Gesellschaft.“</strong><br />
Kultur und Bildung sind die wesentlichen Grundlagen einer Gesellschaft. Daher ist auch die kulturelle Bildung zentral. Hier sehen die Theaterschaffenden noch viel mehr Möglichkeiten und Potenzial, um die Kultur in alle Bereiche des Lebens, Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung, zu tragen. Kulturelle Bildung kann allerdings nicht die soziale Schieflage verdecken, noch auflösen, oder ist zur Beschönigung gedacht. Viele Projekte basieren auf der Selbstausbeutung der Künstler_innen. Als kritisch wird gesehen, dass die künstlerischen Tätigkeiten durch theaterpädagogische Projekte, die notgedrungen zur Finanzierung des Lebensunterhalts nötig sind, Zeit und Energie vom künstlerischen Schaffensprozess wegnehmen.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    Auch für die Kulturelle Bildung sollten Konzepte entwickelt und Förderungen ausgebaut werden (ohne dabei die Förderungen für Kunst und Kultur abzubauen).</li>
</ul>
<p><em>„Kulturelle Bildung in Schulen. Wie geht es dem kulturellen Angebot in der Peripherie?“</em></p>
<p><em>„Für einen gesunden Erwachsenen gehört die Reflexion über das Menschsein in Form von darstellender Kunst zum Alltag. Schon für Kinder sollte die Selbstverständlichkeit der Verdichtung des eigenen Daseins zur Grundausbildung gehören, und nicht den Sachzwängen des Erwachsenen-Alltags zu Opfer fallen.“</em></p>
<p><em>„Zuschauer- und Nachwuchsförderung: Theater &amp; Kunst erleben lernen  sich selbst und seine Mitmenschen erfühlen, erkennen, respektieren/tolerieren.“</em></p>
<p><em>„Künstlerische Arbeit ist persönlichkeitsbildend und intelligenzfördernd. Es ist die wichtigste Grundlage unserer Kultur und muss daher viel mehr in der Erziehung und an den Schulen gefördert werden.“<br />
</em></p>
<p><strong>5. Aus und Weiterbildung: „zu viele verkrustete Strukturen“</strong><br />
Es wird eine qualifizierte und praxisorientierte Ausbildung gewünscht. Dabei sollen theoretische, philosophische und zeitgenössische Aspekte und Themen (z.B. Medientheorie) nicht zu kurz kommen. Aber auch eine Orientierung zur Unterstützung zur Umsetzung eigener Projekte, in Organisation und Öffentlichkeitsarbeit, ist von Bedeutung. Eine Aufklärung über Arbeitsbedingungen, Rechte, Steuern, etc. ist wichtig. Mangels langfristiger beruflicher Perspektive und dem schwierigen Berufseinstieg sind schon Dreißigjährige zur Umschulung gezwungen. Daher ist Umschulung und Weiterbildung ein zentrales Thema für Kreative in ihrem ständigen Schaffensprozess und um, in einer sich ständig verändernden Gesellschaft, um am Arbeitsmarkt flexibel zu bleiben. Entsprechende und günstige Weiterbildungsangebote sollten daher auch im weiteren Verlauf der beruflichen Entwicklung möglich sein. Speziell aus dem Schauspieler- und Tänzerberuf kommt der Wunsch nach einer Schützung des Berufs und nach Umschulungsmöglichkeiten im Alter.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    Einrichtung informelle und praktische Module zu Arbeitsweisen und Möglichkeiten des Arbeitens in der freien Szene einzurichten und die Einbindung interdisziplinärer Projekte. Informationen zu Arbeits- und Urheberrecht, zur sozialen Absicherung, die Förderstrukturen in Bund, Land, Kommune und auf europäischer Ebene, Buchhaltung, Management, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, PC Kurse, Ton/Videoschnitt, Internet, Foto und Gestaltung, u.A.).<br />
    ZAV und Künstlerdienste sind zu evaluieren und im Kontext des sich verändernden Arbeitsmarkts auszubauen.<br />
    Die Entwicklung von Umschulungsmöglichkeiten im Alter (speziell für Tänzer_innen, ggf auch weitere künstlerische Berufe) muss vorangetrieben und gefördert werden.</li>
</ul>
<p><em>Welche Schritte müssen künstlerisch (Ausbildung) (…) heute eingeleitet werden, damit es 2020 noch ein Theater gibt?“</em></p>
<p><em>„Werden an den staatlichen Hochschulen und privaten Instituten noch Künstler ausgebildet? Oder nur funktionierende Handwerker?“</em></p>
<p><em>„Stärkere Anbindung des Studiums an das Berufsleben.“</em></p>
<p><em>„Schaffung von Qualifikationsmöglichkeiten.“<br />
</em></p>
<p><strong>6. Netzwerke und Plattformen: „leicht zugängliche Netzwerke“ und „mehr Plattformen (auch spartenübergreifend)“</strong><br />
Mehr Austausch und Vernetzung zwischen den Sparten, den Stadttheatern und der freien Szene,  den Spielorten und den freien Theaterschaffenden, kommunal, regional, bundes- und europaweit, zwischen den einzelnen Künstler_innen und dem Publikum, für den Austausch von Technik und Infrastruktur, ist nötig. Sowie Präsentationsmöglichkeiten und Foren in virtuellen und realen Räumen, um den Freischaffenden medienunabhängige und kostengünstige Aufmerksamkeitszonen zur Verfügung zu stellen. Hierfür gilt es Strukturen zu entwickeln und zu fördern, die dies möglich machen.</p>
<p>Ebenfalls ein Thema ist die Vernetzung und Lobbybildung der Künstler_innen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die als mangelhaft begriffen wird.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    Vernetzung aller Akteure auf lokaler Ebene<br />
    Vernetzungshilfen für die freie Szene</li>
</ul>
<p><em>„Es reicht nicht gut zu sein, wenn die Kontakte,  Präsentationsmöglichkeit, Aufmerksamkeit, Etats für Öffentlichkeitsarbeit fehlen.“</em></p>
<p><em>„Es gibt zu wenige Foren für Künstler, wo man Erfahrung sammeln oder sich einen Namen machen kann.“</em></p>
<p><em>„StadtLandNetzwerke schaffen für eine auseinander gedriftete Nation: Pollesch in der Stadt und der zerbrochene Krug auf dem Land?“</em></p>
<p><em>„Eine Gewerkschaft für Kunstschaffende, sowie in den USA oder in England, wo Mindeststandards in allen Bereichen ausgehandelt worden, die nicht unterlaufen werden können.“<br />
</em></p>
<p><strong>7. Medien: „Und Presse ist kaum zu kriegen, so dass auch Publikumserfolge schwer weiter zu vermitteln sind.“</strong><br />
Die Qualität der Medien wurde äußerst kritisch bewertet. Anliegen und Produktionen der breiten Masse der Kunstschaffenden findet kaum Widerhall in den Medien, deren Fokus auf Stars und Mainstream liegt bzw. diese können sich keine aufwändige und teure Öffentlichkeitsarbeit leisten. Es wurde auch kritisch bemerkt, dass „die Presse indirekt über Förderungen entscheidet.“ Kleine Produktionen haben praktisch keine Chance, wahrgenommen und damit förderwürdig zu werden. Die Theaterschaffenden wünschen sich hier mehr Offenheit und Unterstützung und haben einige Vorschläge gemacht, wie das Aussehen könnte.</p>
<ul>
<li>Forderungen<br />
    kostenlose bzw. preiswerte staatl. / städt. geförderte Möglichkeiten zur Publikumswerbung für freie Theater und Ensembles (z.B. in regionalen Medien).<br />
    Verbreitung auch Freier Tanz und Theater in den Medien (TV, Theaterkanal).<br />
    der Schwerpunkt weg von Events, hin zu kleineren Projekten.</li>
</ul>
<p><em>“Experimental arts need the public support to compensate lack of economical potential, also promotion support from public media,…”</em></p>
<p><em>„Sind freischaffende KünstlerInnen neben den Medien überhaupt noch zum Überleben fähig?“</em></p>
<p><em>„Konzentration der Medien und der verantwortlichen Entscheidungsträger auf eh schon Bekanntes und Berühmtes.“</em></p>
<p><em>„Der Starkult&#8221;, (…) in der Tagespresse (ist) kein thematischer, sondern ein personenorientierter Diskurs).“</em></p>
<p><em>&#8220;Theater statt Bildschirm &#8211; Förderung&#8221; zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Medienschädigungen.“<br />
</em></p>
<p><strong>8. Europas Kultur: „Wird Europa kulturell sein, oder wird es nicht sein?“</strong><br />
Die meisten Kommentare zu Europa beschäftigten sich mit den Förderstrukturen. Nur wenige Kommentare stellten die Frage nach einer europäischen Kultur oder hinterfragten die Rolle der Kultur in der EU und den Primat der Wirtschaftspolitik und forderten eine Debatte über eine europäische Kultur.</p>
<p><strong>9. Inhalte, Form und Qualität</strong><br />
Etwa 10 Prozent der Kommentare fanden, dass auch eine Diskussion um Inhalte, Form und Qualität auf die kulturpolitische Agenda gehört. Folgender Kommentar fasst die Hinweise zusammen:</p>
<p><em>„Welche Bedürfnisse der Gesellschaft sollen durch Theater befriedigt werden? Geht es nur noch um Unterhaltung? Wenn es nicht um Unterhaltung geht, geht es dann nur noch um Bildung? Wie viel Experiment ist noch erlaubt? Wie viel Kunst darf Kunst sein? Wann wird das Theater zum Kunsthandwerk?“</em></p>
<p>Und folgende Kommentare zeigen die Richtung in der eine neue Kulturpolitik gehen kann.</p>
<p><em>„RECHT AUF RISIKO, FREIHEIT, MUT, UNTERSTÜTZUNG UND GEISTIGEN LUXUS“</em></p>
<p><em>„keep moving &#8211; nicht auf der Stelle treten.“</em></p>
<p>* Alle Zitate sind den Kommentaren entnommen.</p>
<p>im Auftrag des Fonds Darstellende Künste:<br />
Malah Helman, Berlin<br />
April 2009</p>
<p><em>Text erscheint in der Publikation der Gesamtstudie, der Diskussionsprozesse des Symposiums und weiterer aktueller Texte voraussichtlich imNovember 2009 als Buch.</em></p>
]]></content:encoded>
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