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Archiv für die Kategorie „Kunst Politik und Aktion“

Hmhm

Freitag, 5. August 2011

Ich bin wieder einmal für einen workshop zur Kulturpolitik angefragt. Wegen meines kulturpolitischen Blogs. Witzigerweise ist mein Engagement eigentlich nur den schlechten Arbeitsbedingungen zu verdanken, die alles andere als kulturvoll sind.

Als Künstlerin und Bürgerin interessieren mich gesellschaftliche Vorgänge und die Reflektion und Bearbeitung dieser mit Mitteln der Kunst. Kunst ist für mich so nötig wie Brot, ist Gesellschaftskritik und Alltagsbewältigung.

Die Frage, die mich beschäftigt ist:  wo und wie kann Kunst heute noch stattfinden? (weiterlesen…)

Von der „neuen “Wertigkeit des Menschen- eine nicht einsichtige Kosten-Nutzenrechnung

Samstag, 26. Februar 2011

Mit der neuen Hartz IV Reform, die rückwirkend zum 1.1.2011 beschlossen wurde, sollen erwachsene Behinderte, die bei ihren Eltern oder in einer Wohngemeinschaft leben, nur noch 80 Prozent vom Regelsatz erhalten. Das entspricht einer Kürzung um rund 70 Euro.

2008 wurde die UN-Behindertenkonvention auch von Deutschland ratifiziert, deren Ziel ist, Behinderten die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Im Grundgesetz, Art. 3  „Gleichheit vor dem Gesetz“, Abs. 3 steht: niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. 1973 hat die BRD den  UN-Sozialpakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte ratifiziert.

Offensichtlich haben sich weder die zuständige Verhandlungskommission von CDU/CSU, FDP und SPD, noch der Bundestag und der Bundesrat daran gestoßen, dass hier geltendes Recht unterlaufen wird. Der Beschluss zeigt ganz deutlich, behinderte Menschen sind weniger wert. (weiterlesen…)

Hurra! berlin-projekt.org ist online

Sonntag, 9. Januar 2011

berlin-projekt.org informiert über die Arbeit und Veranstaltungen der frei arbeitenden Berliner KünstlerInnen und Gruppen. berlin-projekt.org veröffentlicht Eure Pofile und Termine. berlin-projekt.org informiert außerdem in einem Blog mit Kritiken und Wissenswertes für die freie Szene. (weiterlesen…)

Report Darstellende Künste erschienen

Dienstag, 14. Dezember 2010

723 Seiten informieren über die wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland. Darunter auch mein Beitrag “Kunst kostet- aber sie zahlt sich aus”. (weiterlesen…)

Ergebnisse des Workshops auf der Globale

Dienstag, 1. Juni 2010

strategien zur verbesserung der prekären situation der kulturschaffenden:

sichtbarmachen/aktionen

lokales handeln

vernetzen/solidarität/übergreifend

eigene initiativen

kulturpolitik

bildet banden

Workshop von laborB auf der Globale:Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität?

Sonntag, 30. Mai 2010

Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität? Auch alternative Filmfestivals und Medienprojekte sind in der gesellschaftlichen Realität verortet. Im Filmbereich wie in der kulturellen Projektarbeit stoßen Engagierte auf ein zersplittertes Feld aus tariflichen, nicht-tariflichen und prekären Arbeitsverhältnissen sowie auf Bedingungen der freiwilligen oder unfreiwilligen Selbstausbeutung. Wie ist unter diesen Bedingungen Solidarität lebbar – wo sind gemeinsame Linien und Horizonte der (Selbst-)Organisation? Diskussion und Präsentation mit Malah Helman (Kulturschaffende und Aktivistin) sowie verschiedenen Vertreter_innen von Interessensvertretungen aus dem Film- und Kulturbereich. (weiterlesen…)

Spot für bessere Arbeitsbedingungen im Film online

Samstag, 22. Mai 2010

Was macht eine zukunftsfähige Demokratie und eine nachhaltige Volkswirtschaft aus?

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Premiere “Wir sind mehr wert” für bessere Arbeitsbedingungen im Film

Mittwoch, 17. Februar 2010

vor dem Cubix am Alex anlässlich des Streiks der Kinobeschäftigten im Cubix. Die streiken nämlich an diesem Abend um einen Haustarifvertrag, deren Verhandlung der Arbeitgeber bisher verweigert.

“Mir reichts.” “Ich weiss gar nicht, warum ich noch arbeite.” “Ich bin mehr wert”,
sagen die Schauspielerin, die Drehbuchautorin, der Tonmann und der Filmvorführer in den Clips. Sätze, die viele sagen würden, auch in anderen Branchen.

Warum arbeiten wir noch?

Das frage ich mich immer öfter. Denn immer öfter sind die Arbeitsbedingungen unzumutbar: vielerorts ohne Mindestlohn, mit sehr niedrigen Honoraren in Kunst,  Kultur und Medien, ohne soziale Standards, d.h. ohne wirkliche Ansprüche in der Arbeitslosenversicherung aufbauen zu können, mit Aussicht auf Niedrigstrenten, auch die Vergütungen aus dem  Urheberrecht werden deutlich weniger, u. A. weil Produzenten das eigentlich urheberrechtliche fragliche Buyout anwenden und der Verband der Gerätehersteller, die Bitkom, sich weigert allgemeingültige Vergütungsregeln aufzustellen und um Zeit zu schinden, was sich bei den Millionenbeträgen auf jeden Fall rechnet, für jeden Gerätetyp extra verhandelt. Arbeit findet immer mehr in rechtsfreien Räumen statt. Arbeit ist ein Risikofaktor geworden. (weiterlesen…)

19. 09. Podiumsdiskussion „Wie viel kommunale Kultur wollen / können / müssen wir uns leisten?“

Donnerstag, 17. September 2009

Berliner Politiker diskutieren mit Künstlern und dem Publikum über die Kultursituation in unserer Stadt. Moderation: Petra Schwarz

Gäste: Dr. Michail Nelken (Kulturstadtrat Pankow, Linke), Alice Ströver (MdA, Bündnis90/ Grüne), Stefan Liebich (MdA, Linke), Björn Böhning (angefragt, SPD), Anneliese Schäfer-Junker (FDP, Bezirksvorstand Pankow), Claudia Steinke (CDU), Bettina Wegner (Liedermacherin), Walfriede Schmitt (Schauspielerin), Prof. Susanne Binas- Preisendörfer (Musik- und Kulturwissenschaftlerin), Ralf R. Ollertz (Halle Tanzbühne Berlin), Malah Helman (Performancekünstlerin, Aktivistin), Wolfgang Leber (Maler).

Berlin wirbt mit Kultur, sieht seine Potentiale in Kultur, Bildung und Wissenschaft und schneidet mit haushalterischen Begründungen der kreativen Basis das Wasser ab. So werden die Mittel für die freie Szene de facto verknappt und gehen am eigentlichen Bedarf vorbei. Besonders auf der Bezirksebene sind Streichungen (Etats, Stellen, Einrichtungen) an der Tagesordnung. Berliner Künstler_innen sind daher mit einer verschärften Fördersituation konfrontiert.

Meine Fragen an die anwesenden Politiker_innen? Gibt es für ein nachhaltiges Zukunftsrezept? Oder bleibt es bei einer Kampagnenstrategie („be Berlin“)? Wie können Förderungen vielfältiger, die Verteilung gerechter, die Mittel mehr werden? Wie kann die Arbeitssituation der Künstler_innen verbessert werden (Berücksichtigung allgemein geltender Sozialstandards, wie Mindestlohn, Arbeitslosenversicherung, etc.)?

In Leipzig erstritt die Freie Szene eine Aufstockung des Etats um 5 % bis 2013. Wie schaffen wir das in Berlin? (weiterlesen…)

„KUNST KOSTET- ABER SIE ZAHLT SICH AUS“

Donnerstag, 23. April 2009

Auswertung der Kommentare der  Studie zur “Wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater- und Tanzschaffenden„ des Fonds Darstellende Künste, 2009

„Folgendes Zukunftsszenario weiterdenken: Was wäre, wenn all die kreativen Selbstausbeuter der freien Musik, Theater und Tanzszene schlagartig aufhören würden, (…) zu arbeiten und zu produzieren? Was bliebe übrig, wenn sich die deutsche Kultur ausschließlich über die ‘Hochkultur’ definieren würde?“*

Knapp 2500 von 4100 Teilnehmern der Studie nutzen die die Gelegenheit, sich mit Kommentaren persönlich zur Frage: „Welches Thema der Theater- und Tanzschaffenden sollte nach Ihrer Auffassung unbedingt auf die kulturpolitische Agenda gesetzt werden? zu äußern. (weiterlesen…)