„In freier Wildbahn.“

Performance und Installation zum Thema Tiere und Natur an der Wiesengrund-Schule, Förderschule, gefördert vom Kunstamt Reinickendorf im Rahmen des Berliner Projektfonds kulturelle Bildung.

Die Wiesengrund-Schule wird von Schüler/innen besucht, die unterschiedliche psychosoziale Störungen und Erkrankungen aufweisen. Im Projekt geht es darum, über die Betrachtung von Tieren, sich mit „Natur“ auseinanderzusetzen. Die magische Natur und Naturbeherrschung begleiten die menschliche Geschichte schon seit Urzeiten, nicht zuletzt erscheinen „Großstadt“ und „Dschungel“ manchmal als Synonyme. „Natur“ und „Zivilisation“ sind ein miteinander verbundenes Begriffspaar und ein zentraler Diskussionsgegenstand in der Philosophie und Kulturkritik (z. B. Siegmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur (Aggression, Triebunterdrückung); Claude Lévi-Strauss, „Traurige Tropen“ und „Das wilde Denken“ (im Vergleich mit nicht-europäischen Völkern)). In den letzten Jahrzehnten ist die durch den Menschen bedrohte Natur zunehmend ins Bewusstsein gerückt und das „Umwelt-Bewusstsein“ ein wichtiger Aspekt des menschlichen Handelns. Das Spannungsverhältnis Natur und Kultur bietet sich an, um mit Kindern, die besonders mit gesellschaftlichen Problemen und Fragestellungen konfrontiert sind, eine Auseinandersetzung hierüber zu ermöglichen und helfen, im besten Fall für sich einen Lösungsansatz (im Sinne von Auflösen) zu finden. , beispielsweise Duschan Rabe oder auch Rainer Maria Rilke üben in ihren Tiergedichten eine deutliche Zivilisationskritik. Zusätzliche Materialien wie Zeitungsmeldungen zum Thema Umwelt können die Diskussion ergänzen und verweisen auf seine Dringlichkeit und Relevanz. Tierbilder von Malern und Fotografen (Franz Marc, Henri Rousseau, u. A.) wiederum zeigen die Sehnsucht des Menschen nach Einklang mit der Natur. Die Kinder (5. u. 6. Klasse) sollen sich mit dem Thema auf verschiedenen Ebenen beschäftigen: Malen, Zeichen, Fotos, Collagen, oder auch mediale Mittel, Ton und Film. In die Projektwoche integriert sich ein Besuch im Zoo, wo die Kinder die Tiere beobachten, zeichnen, fotografieren oder filmen. Am Schluss der Projektwoche Ende Juni/Anfang Juli werden die entstandenen Arbeiten gezeigt.

Ein spannendes Thema, spüren wir doch alle Leichtigkeit und Last der Zivilisation.

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