Wie viel Geld gibt Berlin für Kultur aus? Und wofür? Im Deutschlandradio Kultur komme auch ich bzw. die schlechten Arbeitsbedingungen für freie KünstlerInnen zu Wort. In diesem Kontext erinnere ich noch an die Forderung nach einer Honoraruntergrenze von 2000,00 € (mtl./Vollzeit) des Landesverbands der freien Theaterschaffenden Berlin und des Tanzbüros. Es kann nicht sein, dass hier seit Jahrzehnten kein Anpassung der Honorare vorgenommen wird.
Anfügen möchte ich auch einen Auszug meines Briefs an den Bezirksbürgermeister von Pankow mit folgenden Forderungen, um den Kulturetat aufzustocken:
„Kein Geld da!“- das ist das beliebte „Totschlagargument“ der Politik der letzten Jahrzehnte. Tatsächlich aber liegt das Problem doch bei den fehlenden Einnahmen. Da braucht man sich nur die Steuerpolitik der aktuellen und vergangenen Regierungskoalitionen (woran auch ihre Parteien beteiligt waren) ansehen:
1. Körperschaftssteuer von 46% auf 15% gesunken;
2. Zinserträge von 53 % auf 25% Abgeltungssteuer gesunken;
3. Spitzensteuersatz von 53 % auf 42 % gesunken;
4. Erbschaftssteuer gesunken;
5. Umsatzsteuer für Hoteliers gesunken;
6. Beiträge zum Arbeitslosenversicherung wurden mehr als halbiert und mit Steuergeldern ausgeglichen;
7. immer noch keine Finanztransaktionssteuer.
Ich möchte konkret für Berlin auf die Stellungnahme des Rats der Künste zur City Tax verweisen. „Berlin würde so die dringend notwendige Finanzierung gerade
der freien Kulturszene verbessern und die Attraktivität in seiner einzigartigen kulturellen Vielfältigkeit dauerhaft erhalten und zukunftsweisend weiterentwickeln können.“
Bitte engagieren Sie sich in diesem Sinn.