// blogbeiträge

Projektpräsentation: In freier Wildbahn

23. Juni 2010

giraffe2int tigerint

die schüler halten einem in atem; es sind großartige jungens. ich kann die Aggression, die den frust verstehen. sie sind noch lebendig und das in einer abstumpfenden aufs funktionieren eingerichten ausgerichteten abrichtenden umgebung. auch wenn ich den ablauf minütlich ändern muss um auf die jeweilige situation und bedürfnisse zu reagieren (und ich auch auf diese weise sehr lebendig bleibe), bringen sie sich komplett ein, mit ihren problemen, ihren ideen, ihren gefühlen. und auch wenn sie es zunächst ablehnen. diese entdeckung führt wieder zu anderen, egal welchen. konflikte krisen beinhalteten die möglichkeit zu wachsen. auch das sein dasein ist ok. leistung nicht bringen, weil gefordert, sondern aus interesse. den inneren fauli ab und zu überwinden muss auch drin sein. nein sagen ist auch ein erfolg.

solche projekträume zum entdecken, nachdenken, spielen und spaß haben sind lebenswichtig, für die schüler und für mich. wir, tiere und natur sind die themen dieses kurzprojekts, dessen ergebnisse am mittwoch gezeigt werden.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Ergebnisse des Workshops auf der Globale

1. Juni 2010

strategien zur verbesserung der prekären situation der kulturschaffenden:

sichtbarmachen/aktionen

lokales handeln

vernetzen/solidarität/übergreifend

eigene initiativen

kulturpolitik

bildet banden

Workshop von laborB auf der Globale:Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität?

30. Mai 2010

Prekäre (Film-)Kultur – Organisierung in der Kultur der Prekarität? Auch alternative Filmfestivals und Medienprojekte sind in der gesellschaftlichen Realität verortet. Im Filmbereich wie in der kulturellen Projektarbeit stoßen Engagierte auf ein zersplittertes Feld aus tariflichen, nicht-tariflichen und prekären Arbeitsverhältnissen sowie auf Bedingungen der freiwilligen oder unfreiwilligen Selbstausbeutung. Wie ist unter diesen Bedingungen Solidarität lebbar – wo sind gemeinsame Linien und Horizonte der (Selbst-)Organisation? Diskussion und Präsentation mit Malah Helman (Kulturschaffende und Aktivistin) sowie verschiedenen Vertreter_innen von Interessensvertretungen aus dem Film- und Kulturbereich. Diesen Beitrag weiterlesen »

Spot für bessere Arbeitsbedingungen im Film online

22. Mai 2010

Was macht eine zukunftsfähige Demokratie und eine nachhaltige Volkswirtschaft aus?

Diesen Beitrag weiterlesen »

Projektpräsentation “Was ich alles kann” an der Schule am Mummelsoll

10. Mai 2010

a3

Unter dem Arbeitstitel:“ Was ich alles kann“ wurde mit 3 Grundschulklassen der Schule am Mummelsoll ein eigenes Theaterstück erarbeitet. Am Anfang stand die Beschäftigung mit sich selbst, wer bin ich, was mag ich (nicht) oder wünsche ich mir. Hier sind großformatige Porträts der Kinder gemalt und gezeichnet worden, die mit Collagetechniken angereichert wurden. Der zweite Teil „Ich kann“ wurde mit einem Parcours begonnen, wo Verschiedenes ausprobiert werden konnte, Rennen, Balancieren, Hören, Fußball spielen, Schleifen binden, mit Bausteinen bauen oder auch Fotografieren. Die SchülerInnen haben sich selbst zugeordnet, einige dieser Fähigkeiten  wurden in der Folge pantomimisch erarbeitet oder wurde frei praktiziert, z.B. haben die SchülerInnen abwechselnd die Fotokamera mit einer Aufgabe bekommen. Dieser Teil wurde mit einer Schatzkiste visualisiert; was wir können, sind unsere Schätze. Mit den 2 jüngeren Klassen wurde aus „Ich“ und „Ich kann“ ein Lied erarbeitet. Im dritten Teil wurden Figuren entwickelt, die sich die Kinder wünschten oder die sich aus einer bestimmten Fähigkeit ergaben. Die Figuren wurden auf der Rückseite des Porträts mit verschiedenen Materialien, schon aus der Fläche herausgehend, entworfen und anschließend mit den Kindern gestaltet. Für die Figuren, ihre Fähigkeiten und auch, was die Kinder sonst noch einbrachten, wurde eine Geschichte geschrieben und inszeniert:

Die Geschichte vom Jungen, der gut Fußball spielen
konnte, seinen Ball verlor und dafür eine Schatzkiste fand
Diesen Beitrag weiterlesen »

Warum ich Kunstprojekte mit Kindern an Förderschulen mache

21. April 2010

Heute traf ich im Flur der schule einen kleinen Knirps, der noch Überreste eines blauen Auges aufwies. Ich fragte ihn erschrocken, sag mal, was ist denn los? Er schaute mich an und meinte, ich bin sauer. Als ich ihn fragte warum, sagte er, weil er Zähne putzen müsse. Nach einem kleinen Exkurs zum Thema Zähneputzen, lenkte er ein (na gut). Ich habe mich nicht nach dem Auge zu fragen getraut. Eines kriegt man jedenfalls mit, das Leben ist kein Zuckerschlecken für Kinder. Als Schwächste der Gesellschaft sind sie Allem ausgesetzt. Gewalt, Armut (ob das zusammenhängt?!) nehmen zu. Besonders Kinder sind betroffen. Keine ausreichende und gesunde Ernährung, kein Geld für Freizeit, Bildung, Kultur, Sport. Das ist himmelschreiend. Die Kinder müssen es hinnehmen, ertragen es. Es ist Kinderalltag. Dieser Missbrauch wird nicht thematisiert. Wenn ich die kleinen Wesen sehe, dann hoffe ich, dass sie in meinen Projekten für eine kleine Weile Spaß haben, sich ausprobieren können. Die Kinder leben im Moment und es ist schön ihnen dabei zu zuschauen. Und ich bin gerne mit ihnen zusammen und entdecke mit ihnen die Welt neu. Ich finde,  wir müssten viel mehr für Kinder tun, für ihre Bildung und ihre Umwelt. Für mich besteht ein Teil meiner künstlerischen Arbeit darin, Aspekte der Kunst weiterzugeben (wie auch, sich politisch für eine Alternative zu engagieren). Für mich ist Kunst etwas sehr lebenspraktisches und lebensnotwendiges. Diesen Beitrag weiterlesen »

„In freier Wildbahn.“

18. April 2010

Performance und Installation zum Thema Tiere und Natur an der Wiesengrund-Schule, Förderschule, gefördert vom Kunstamt Reinickendorf im Rahmen des Berliner Projektfonds kulturelle Bildung.

Die Wiesengrund-Schule wird von Schüler/innen besucht, die unterschiedliche psychosoziale Störungen und Erkrankungen aufweisen. Im Projekt geht es darum, über die Betrachtung von Tieren, sich mit „Natur“ auseinanderzusetzen. Die magische Natur und Naturbeherrschung begleiten die menschliche Geschichte schon seit Urzeiten, nicht zuletzt erscheinen „Großstadt“ und „Dschungel“ manchmal als Synonyme. „Natur“ und „Zivilisation“ sind ein miteinander verbundenes Begriffspaar und ein zentraler Diskussionsgegenstand in der Philosophie und Kulturkritik (z. B. Siegmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur (Aggression, Triebunterdrückung); Claude Lévi-Strauss, „Traurige Tropen“ und „Das wilde Denken“ (im Vergleich mit nicht-europäischen Völkern)). In den letzten Jahrzehnten ist die durch den Menschen bedrohte Natur zunehmend ins Bewusstsein gerückt und das „Umwelt-Bewusstsein“ ein wichtiger Aspekt des menschlichen Handelns. Das Spannungsverhältnis Natur und Kultur bietet sich an, um mit Kindern, die besonders mit gesellschaftlichen Problemen und Fragestellungen konfrontiert sind, eine Auseinandersetzung hierüber zu ermöglichen und helfen, im besten Fall für sich einen Lösungsansatz (im Sinne von Auflösen) zu finden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Premiere “Wir sind mehr wert” für bessere Arbeitsbedingungen im Film

17. Februar 2010

vor dem Cubix am Alex anlässlich des Streiks der Kinobeschäftigten im Cubix. Die streiken nämlich an diesem Abend um einen Haustarifvertrag, deren Verhandlung der Arbeitgeber bisher verweigert.

“Mir reichts.” “Ich weiss gar nicht, warum ich noch arbeite.” “Ich bin mehr wert”,
sagen die Schauspielerin, die Drehbuchautorin, der Tonmann und der Filmvorführer in den Clips. Sätze, die viele sagen würden, auch in anderen Branchen.

Warum arbeiten wir noch?

Das frage ich mich immer öfter. Denn immer öfter sind die Arbeitsbedingungen unzumutbar: vielerorts ohne Mindestlohn, mit sehr niedrigen Honoraren in Kunst,  Kultur und Medien, ohne soziale Standards, d.h. ohne wirkliche Ansprüche in der Arbeitslosenversicherung aufbauen zu können, mit Aussicht auf Niedrigstrenten, auch die Vergütungen aus dem  Urheberrecht werden deutlich weniger, u. A. weil Produzenten das eigentlich urheberrechtliche fragliche Buyout anwenden und der Verband der Gerätehersteller, die Bitkom, sich weigert allgemeingültige Vergütungsregeln aufzustellen und um Zeit zu schinden, was sich bei den Millionenbeträgen auf jeden Fall rechnet, für jeden Gerätetyp extra verhandelt. Arbeit findet immer mehr in rechtsfreien Räumen statt. Arbeit ist ein Risikofaktor geworden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Was ich alles kann (AT)

30. Januar 2010

Hurra, mein nächstes Projekt kann starten. Die Förderer: Schule am Mummelsoll, Fonds Kulturelle Bildung, Franz-Neumann-Stiftung, Theresia-Zander-Stiftung.

In dem Projekt geht es darum, Kindern einen Zugang zum Theaterspiel zu ermöglichen, der ihnen nicht zur Verfügung steht, weil er z.B. durch eine körperliche/ geistige Einschränkung oder aufgrund von gesellschaftlichen Strukturen behindert wird. Mit dem  Projekt wollen wir im Sinne der UN-Behindertenkonvention die Emanzipation der Kinder zum Thema machen, sie in ihrem Selbstbewusstsein bestärken und ermutigen, ihre individuellen Fähigkeiten, Fantasie und die Vielfältigkeit von Ausdruck (z.B. Gebärden, Gesten, Rhythmik, Geräusche) zu entdecken und umzusetzen. Mittels bildnerischer Gestaltung, Pantomime und Kinderspielen soll das eigene Selbstverständnis, das „Begreifen“ der Welt sowie das Bewegungsspektrum und den Handlungsradius erweitert, sowie die kreativen, körperlichen und geistigen Fähigkeiten ausgebaut werden. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist es, aus der Beobachtung heraus, die Ideen der Kinder aufzugreifen weiterzuentwickeln, um dann gemeinsam eine Geschichte zu erfinden. Unser künstlerischer Ansatz besteht darin, in der Reduktion der Dinge eine besondere Kraft zu sehen, und die Kinder als künstlerisch Tätige zu begreifen und ihre eigenen Geschichten erzählen zu lassen. Mit unserem vielfältigen künstlerischen Mitteln, unserer künstlerischen Energie, körperlicher und kreativer Art motivieren wir die Kinder sich im Spiel auszuprobieren (Selbstbewegung ist der  Grundcharakter des Lebendigen, Aristoteles).

Ich freue mich auf die Kinder!

Wir sind mehr Wert- Spot des Filmverbands

25. Januar 2010

brautNein, kein Setfoto (Caro Müller) von “Tanz der Vampire reloaded”, sondern von “Wir sind mehr Wert”, aktuell abgedreht. Für mich ist immer wieder erstaunlich, wie Maske (Ulla Röling) und Kostüm (Petra Neumeister, Petra Fassbender) und Maske verändern. Ich sehe in den Spiegel und fühle mich fremd, die Andere muss erst belebt werden, wie ein Puppenspieler beginnt, die Fäden zu ziehen. Später mehr.